Implantate

Implantate

Dr. Besendahl erklärt bei der Implantatplanung ein 3D Röntgenbild am Tablet.

Dr. Besendahl erklärt bei der Implantatplanung ein 3D Röntgenbild am Tablet.

Mit Zahnimplantaten werden fehlende Zähne perfekt ersetzt. Vorteile der künstlichen Zahnwurzeln aus Titan oder Vollkeramik: Beschleifen von Nachbarzähnen wird überflüssig, Knochenschwund im Kiefer kann verhindert werden, Zahnersatz sitzt dauerhaft fest.

Was sind Zahnimplantate?

Implantate sind künstliche, meist schraubenförmige Zahnwurzeln aus Titan, die im Kiefer eingesetzt werden, um verlorene Zähne zu ersetzen. Von Titan ist nicht bekannt, dass es Allergien oder Fremdkörperreaktionen auslöst. Es ist ein in der Chirurgie weit verbreitetes und bewährtes Material und derart gewebeverträglich, dass sich der Kieferknochen direkt auf ein Implantat anlagert und so eine feste Verankerung entsteht. Implantate dienen als Verankerung für den Zahnersatz — Krone, Brücke oder Prothesen.

Was für Vorteile bieten Zahnimplantate?

Beim Verlust eines einzelnen Zahnes umgeht man mit einem Implantat das Beschleifen gesunder Nachbarzähne für eine konventionelle Brücke. Das ist besonders schonend für Ihre natürlichen Zähne — es wird nur ersetzt, was fehlt.

Die Versorgung mit Zahnimplantaten macht eine herausnehmbare Prothese meist überflüssig: Festsitzende, implantatgetragene Brücken erreichen heute den Kaukomfort und die Ästhetik von eigenen Zähnen.

Auch abnehmbarer Zahnersatz kann dank Implantaten viel stabiler und ästhetisch ansprechender gestaltet werden, weil Klammern an den eigenen Zähnen entfallen. Mit Hilfe von Implantaten wird die Anzahl tragender Pfeiler vermehrt, so dass dank breiterer Abstützung der Zahnersatz den Gaumen nicht mehr bedecken muss. Gerade eine solche Gaumenabdeckung stört viele Patienten. Das Schmecken von Speisen wird beeinträchtigt und zahlreiche Patienten berichten, dass Sie andauernd ein Fremdkörpergefühl in der Mundhöhle verspüren.
Mit einem gaumenfreien Zahnersatz werden Geschmackssinn und Sprechen nicht beeinträchtigt.

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

Die allgemeinmedizinische Anamnese soll Erkrankungen erkennen, die gegen eine Implantation sprechen. Heute sind nur noch sehr wenige Erkrankungen (z.B. Bestrahlung im Kieferbereich, Immunsuppression) bekannt, die eine Implantation ausschließen. Oft ist bei einer bestehenden Allgemeinerkrankung entscheidend, in welchem Stadium sie sich befindet. Ein gut eingestellter Diabetes ist z. B. heute kein Grund mehr, auf eine Implantation zu verzichten. Implantate sind für jüngere und ältere Patienten gleichermaßen geeignet.

Vor jeder Implantation wird eine gründliche klinische Untersuchung durchgeführt. Entscheidend für den Erfolg ist ein genügend hohes und breites Knochenangebot an der Implantationsstelle. Eine ausführliche Implantatabklärung mit der Anfertigung von Röntgenbildern ermöglicht eine kompetente Diagnose und Planung.
Erfahrungsgemäß ist die langfristige Erfolgsrate bei starken Rauchern und Patienten mit einer erhöhten Anfälligkeit für parodontale Erkrankungen reduziert. Die Sanierung der übrigen Zähne bzw. des Zahnfleisches und eine optimierte Mundhygiene sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Implantation.

Wie wird die Implantation durchgeführt?

Die Implantation wird ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt, vergleichbar mit der „Spritze“ beim Füllen eines kariösen Defektes. Der Eingriff ist völlig schmerzlos, lediglich Vibrationen und leichter Druck sind wahrnehmbar. Das Operationsgebiet wird mittels präziser Instrumente schonend vorbereitet und das Implantat passgenau in den Knochen eingedreht. Sterilität wird während des ganzen Eingriffes gewährleistet, um eine Infektion auszuschließen. Die Wunde wird anschließend dicht vernäht und Sie erhalten alle notwendigen Medikamente für eine komplikationslose Wundheilung.

Die unmittelbaren Folgen des operativen Eingriffes wie Schwellung, Schmerzen oder manchmal ein kleinerer Bluterguss können unterschiedlich stark ausfallen und klingen nach kurzer Zeit vollständig ab.

Wie lange halten Implantate?

Implantate haben eine gleich lange Lebensdauer wie Ihre eigenen gesunden Zähne.

Die Haltbarkeit und Funktion von Implantaten ist grundsätzlich nicht begrenzt. Heute berichtet man bereits von bis zu 30-jähriger Verweildauer. Das Zahnfleisch im Bereich des Durchtritts in die Mundhöhle schliesst sich wie eine enge Manschette um das Implantat. Sie dient als Barriere gegen Mundbakterien, damit diese nicht in die Tiefe gelangen und eine Entzündung verursachen können. Implantate sind bei guter Mundhygiene auf diese Weise wie natürliche Zähne vor Infektionen geschützt.

Wird die Zahnreinigung vernachlässigt, kommt es zu einer chronischen Entzündung des Gewebes um das Implantat (Periimplantitis). Die Barriere wird durchlässig, der Abwehrschutz sinkt, es kommt zu einem Eindringen der Bakterien in die Tiefe. Diese Taschenbildung um das Implantat ist vergleichbar mit einer Parodontitis bei natürlichen Zähnen. Fortschreitender Knochenverlust führt unbehandelt zum Implantatverlust. Entscheidend für die Langlebigkeit ihrer Implantate ist somit die täglich gründliche Zahnpflege, um eine Infektion des schützenden Zahnfleischsaumes zu verhindern. Die Kombination aus Ihrem Engagement und der professionellen Zahnreinigung durch unsere Dentalhygienikerinnen sichert den Langzeiterfolg Ihrer Implantate. Auch die Gesundheit Ihrer natürlichen Zähne und Ihr Wohlbefinden bleiben erhalten, damit Sie auch in Zukunft fest zubeißen und das Leben genießen können.